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Schadstoffquellen im Alltag

Schad- und Giftstoffe - Ursachen

Unser Körper hat sich im Jahre unserer Entwicklungsgeschichte an viele Stoffe und gewöhnt.
In den letzten 100 Jahre hat sich dieser Einfluss aber ungewöhnlich stark verändert und erhöht.
Haben bei unseren Ahnen eher Feuchtigkeit und Kälte, Hunger und Krankheiten zu einer frühen Sterblichkeit geführt, lebt der moderne Mensch viel länger. Toxische Substanzen haben viel mehr Zeit, ihre Wirkung zu entfalten.

Der Mensch hat seine Kreativität zur Herstellung einer Reihe lebensverlängernder Medikamente und Umweltbedingungen genutzt.

Auf der anderen Seite werden die technischen Errungenschaften für praktische, angeblich gesunde und zeitersparende Produkte möglichst gewinnbringend vermarktet. Leider bedeutet dies, dass man mögliche Gesundheitsbeeinträchtigungen von synthetischen Produkten wissentlich und unwissentlich ignoriert.
Bis eine Studie die Giftigkeit bestimmter Wohngifte bewiesen hat, hat uns meist die Realität bereits belehrt, dass diese Substanzen krank machen oder sogar den Tod bringen.

Was man schier nicht glauben kann:
Selbst der Fachmann, also Chemiker oder Pharmazeut, der die Substanz synthetisieren kann, sieht einer Substanz nicht an, ob Sie giftig ist oder nicht. Der Tod einiger Versuchsmäuse sagt leider überhaupt nichts aus.

Ist jedoch ein Präparat besonders toxisch, sollte man bei einem strukturell verwandten Produkt vorsichtig sein.
Evt. wird ein giftiges Produkt durch ein noch giftigeres ersetzt, nur besteht noch keine Studie über die Wirkung der Ersatzsubstanzen.

Eine Fachperson in chemischen Belangen kann hier sehr wohl Substanzen als kritisch einstufen, obwohl sie nicht auf einer roten Liste steht.

Im allgemeinen gilt für uns Baubiologen die Devise:

Nur was erwiesenermassen gesund und unbedenklich ist, soll im Wohnraum als Material für Einrichtungen und Oberflächenbehandlungen eingesetzt werden.