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Schimmel-Diagnose / Diagnose im Fall von Schimmelbefall

Bei einem Besuch werden die befallenen Flächen einem Augenschein unterzogen. Andere Räume werden inspiziert, um sich vom Ausmass des Befalls einen Überblick zu machen.

Es werden Materialproben genommen. Sie helfen, den Schimmelpilz genauer zu identifizieren und seine Toxizität zu bestimmen.

Der Schwerpunkt der Begehung ist jedoch die Identifikation der Ursache des Befalls. Besonderer Aufmerksamkeit gelten Wärmebrücken bzw. Kältebrücken.

Schlecht belüftete Orte, z.B. hinter Gardinen oder Schränken, werden besonders sorgfältig untersucht. Aber auch eine Verletzung von Dampfsperren in der Gebäudehülle oder eine zu starke Nutzung der Räumlichkeiten mit unzureichender Lüftung kann die Ursache sein.

Tückisch ist ein verdeckter Schimmelpilzbefall, beispielsweise unter Teppichen und Wand­aufbauten.

Oft ist allein der Geruch ein Indiz dafür. Eine Analyse der Raumluft liefert ebenfalls Anhaltspunkte für eine versteckte Sporenquelle. Die verdeckten Quellen lassen sich nur durch eine bauphysikalische Analyse des Wandaufbaus oder einer Materialkontrolle von Einbauten genau aufdecken (Abreissen von Materialien, Isolationen, Bohrproben).